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BEAUFTRAGTE PROGRAMMIERUNG UND IKONOTHEK

Sabine Dequin

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RESSOURCEN UND SAMMLUNGEN

> DIE KINOTHEK

Seit 1996 verwahrt das Centre Historique Minier die komplette audiovisuelle Produktion der Kohlenbergwerke des Beckens von Nord-Pas de Calais. 501 Filme in 16 und 35 mm und 300 Tonaufnahmen bilden den bedeutenden Bestand der Kinothek.

Die Filmspulen in 16 und 35 mm sind bereits inventarisiert worden, so dass es eine ausführliche Liste der durch die Kohlenbergwerke seit 1945 produzierten Filme gibt, während die Video- und Tonaufnahmenbestände nur teilweise bekannt sind. Alle Filme wurden auf digitale Bétacam- und SP-Träger übertragen. Dies garantiert die Aufbewahrung und Nutzung der Dokumente und ermöglicht es, dass das Publikum sie problemlos ansehen kann.

Die 16 und 35 mm Filme

Seit ihrer Verstaatlichung und bis in die 1980er Jahre haben die Kohlenbergwerke von Nord-Pas de Calais zahlreiche Filme bei unabhängigen Regisseuren wie auch bei ihren eigenen Kommunikationsabteilungen in Auftrag gegeben, um die Gruppe intern und extern bei den potentiellen Kunden aufzuwerten und die Ausbildung der Belegschaft zu gewährleisten. Sie sind unterschiedlicher Art, montiert oder in Form von Rushs, Schwarzweiß oder in Farbe, Stumm- oder Tonfilme und können in drei große Themen aufgeteilt werden: der Bergbaubetrieb, die Filme der Gruppe, die sozialen Arbeiten. Darüber hinaus kann man drei große Perioden in der audiovisuellen Produktion der Kohlenbergwerke des Beckens Nord-Pas-de-Calais unterscheiden :

– 1946-1951: Zum Zeitpunkt der Schlacht um die Kohle überwiegt die Notwenigkeit zu informieren. Es geht darum, den Wiederaufbau, die Reorganisation der Kohlenbergwerke sowie die Notwendigkeit einer konsequenten Produktivität zu sehen und eine massive Rekrutierung zu ermöglichen. Wie in „Les Gueules Noires“ wird das Bild vom Bergarbeiter verherrlicht.

– 1951 bis 1958: Die Kohlenbergwerke vermitteln einen humaneren Eindruck von der Bergbauarbeit. Die Kohlenbergwerke geben Filme in Auftrag, die die sozialen Einrichtungen zur Geltung bringen und in der Lage sind, eine Ausbildung in Bezug auf die Sicherheit bei der Vorbeugung von Unfällen zu gewährleisten. Die Bilder sollen das schlechte Image des Bergbaubetriebs auffrischen, indem sie die Modernisierung der Infrastrukturen im Bergbau und die technologischen Fortschritte, insbesondere in Bezug auf das Gerät für den Abbau in den Vordergrund stellen.

– 1958-1975: Diese Periode wird als die der „Verteidigung der Kohle“ beschrieben. Die Filme sollen ein modernes und zukunftsträchtiges Bild des Abbaus der Kohle vermitteln. Die Bergbauindustrie erlebte in der Tat einen neuen Aufschwung und die Benutzung und Formen, die der Kohle gegeben wurden, waren vielfältiger gestaltet. Dies alles wurde durch Filme hervorgehoben, die ihre Form vielfältiger gestalteten: prestigeträchtige Filme, die im Breitwandverfahren gedreht wurden, Filme zur Sensibilisierung in Form von Zeichentrickfilmen.

Videobeispiele

Die Ferien der Bergarbeiter
© Centre Historique Minier (ANMT darlehen)

Bergarbeiter Urlaub
© Centre Historique Minier (ANMT darlehen)

Arbeiten in den Galerien
© Centre Historique Minier (ANMT darlehen)

Die Videofilme

Die 350 Kassetten, hauptsächlich in UMATIC, enthalten größtenteils Aufnahmen vom Ende der 1970er Jahre bis Mitte der 1980er Jahre und behandeln ganz unterschiedliche Themen wie die Sicherheit, die für den Kohleabbau eingesetzten Bergbautechniken oder die Umstrukturierung. Der Bestand besitzt ebenfalls mehrere Stunden Interviews mit den Verantwortlichen von Charbonnages de France und mit ehemaligen Bergarbeitern, die über ihre Arbeit und ihr Leben im Bergbaurevier sprechen.

Die Tonaufnahmen

Der Bestand an Tonaufnahmen enthält Aufzeichnungen, die unter Tage aufgenommen wurden, Konzerte der Blasorchester oder Chöre der Bergwerke, sowie Reden der Verantwortlichen der Kohlenbergwerke oder der Abgeordneten, die bei Einweihungsfeiern oder offiziellen Anlässen gehalten wurden. Bisher wurden mehr als vierzig Sequenzen Geräuschkulisse, die unter realen Bedingungen aufgenommen wurden, auf Audio-CDs graviert. Die breite Öffentlichkeit kann von nun an das Quietschen der Räder, das Geräusch der Abbauhammer und das Grollen der Loren in den Stollen, die zum Abtransport der Kohle dienten, hören.

Das Quietschen der Räder

Das Geräusch der Abbauhammer

Das Grollen der Loren in den Stollen